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Urteil bestätigt:

Brillen aus dem Internet können zu Kopfschmerzen, Unwohlsein oder Schwindel führen


 

Korrektionsbrillen im Internet „Immer in erstklassiger Optiker-Qualität“ so warb der Brillen-Onlinehändler Lensbest, Kooperationspartner von Tchibo.

Was wir und unsere Kunden schon wussten, das gute Qualität nur beim Augenoptiker vor Ort möglich ist, bestätigte nun das Landesgericht Kiel.

 

In der Urteilsbegründung heißt es, mit dieser Werbeaussage erwecke der Internethändler beim Verbraucher den falschen Eindruck, dass eine online gekaufte Brille immer die beste Qualität aufweise, die der Verbraucher auch bei einem stationären Augenoptiker erhalten könne. Das Gericht stützt seine Entscheidung auf ein Sachverständigengutachten des Mediziners Prof. Dr. Hans-Jürgen Grein von der Fachhochschule Lübeck.

Der Gutachter stellte fest, dass bei Korrektionsbrillen, die über verschiedene Internetportale bestellt werden, die Einhaltung der einschlägigen DIN-Normen und damit die Verträglichkeit für den Kunden nicht gewährleistet sein könne.

 

 

Kopfschmerzen, Unwohlsein, Schwindel oder tränende Augen“ könnten Folgen der Benutzung von Brillen aus dem Internet sein. „Im Extremfall entstünden für den Brillenträger Doppelbilder“, so das Gerichtunter Hinweis auf das Gerichtsgutachten.

 

 

Der Grund für solche Gesundheitsbeeinträchtigungen der Internetbrillen, ist die viel zu kleine Datenbasis.

Denn im Internet wird nur mit den Refraktionswerten vom Brillenpass (Sphäre, Zylinder, Achslage) und dem Augenabstand (Pupillendistanz) gearbeitet.

Der stationäre Augenoptiker hingegen misst auch die sonstigen anatomischen Besonderheiten in Bezug auf die Augenstellung und achtet auf den richtigen Sitz der Brille.

So werde bei den Internetbrillen insbesondere die meistens asymmetrische Anatomie der Augen, der Nase, der Ohren, der Schläfen und der Gesichtstopgraphie nicht berücksichtigt. Eine weitere erhebliche Fehlerquelle liege bei im Internet bestellten Brillen darin, dass die Kunden per selbst angefertigter Schablone den Pupillenabstand selbst messen müssen, wenn dieser nicht auf dem Brillenpass vermerkt ist.


Für Thomas Truckenbrod, Präsident des Zentralverbandes der Augenoptiker, kommt das Urteil nicht überraschend: „Das Gericht bestätigt uns viel mehr in unserer Ansicht, dass Brillen aus dem Internet die Qualitätsrichtlinien in der Augenoptik nicht erfüllen können.“


 Quelle:Zentralverband der Augenoptiker